Gips ist jedem Formenbauer als klassischer Baustoff bestens vertraut. Als vielseitig zu verarbeitendes Material ist es nahezu unschlagbar und von anhaltender Beständigkeit bei der Anwendung in trockener Umgebung. Bei freier Bewitterung bzw. feuchter Umgebung offenbart es wegen einer unzureichenden Resistenz allerdings schnell seine Grenzen.
Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) besticht hingegen durch ausgesprochen wasserfeste Eigenschaften, es ist ein extrem dauerhaftes Material mit enormen Festigkeiten. Es wäre ein idealer Baustoff, würden bei der Ver- und Bearbeitung, Reinigung und Nachbehandlung nicht styrol- und lösungsmittelhaltige Komponenten benötigt.

Die Vorteile beider Systeme ohne lästige und umweltbelastende Lösungsmittel bietet sich mit unseren vielseitigen, modifizierten Gipssystemen an.
Weitgehend ohne organische und somit brennbare Subtanzen, sondern mit mineralischen Komponenten und wässrigen Dispersionen, die zudem keine gesundheitliche bedenkliche Gefährdung darstellen, tragen polymere Vergütungen, hochwertige mineralische Additive und textil armierende Fasern dazu bei, diesem populären Baustoff Gips weitere, recht außergewöhnliche Festigkeitseigenschaften zuteil werden zu lassen.
Durch die Zugabe modifizierender Substanzen zum Gips werden:
Die Zugabe organischer Komponenten aus unbedenklicher Acryl- oder Polymerdispersion in die Pulverkomponente auf Basis hochwertiger Gipse führt zu erstaunlichen Festigkeiten und über lange Zeit bewährten Wetterresistenz, die in ihrer Wirksamkeit durch eine spätere Beschichtung kaum gesteigert werden kann.
Andere Varianten der Vergütung und vor allem durch die Modifizierung ermöglichte Kombinationen im Werkstoffsystem führen zu extrem stabilen und schlagzähen Bauelementen mit millimeterdünnen Wandstärken. Entsprechend dem Dosierungsgrad werden diese mineralischen Bindemittelsysteme wegen ihrer schwer entflammbaren, selbstverlöschenden oder sogar flammwidrigen Eigenschaften insbesondere für den Bühnen- und Kulissenbau verwendet.
Verstärkende Armierungsfasern, nur wenige Millimeter kurz in geringer Menge dem aufgerührten Compound zugegeben, geben dem Element nach dem Erhärten eine solide Duktilität. Besonders aber das Einbetten textiler Armierungen aus Glasfibermatten, Karbongeweben oder Fasergelegen in die dünn ausgebrachte, mit Polymer modifizierte Gipsbasis macht bisher unerfüllbare Anforderungen möglich. Die Vergütung mit der Acryldispersion verleiht dem Gemisch nicht nur einen wasserresistenten Charakter, sondern ermöglicht auch einen innigen Verbund zwischen Compound und Faserarmierung.
Unterschiedliche Varianten für verschiedene Anwendungen, jedes „Highlight“ erfordert eine andere Kombination, eine anderes Vorgehen, eine andere Technik.
Trotzdem ist der Umgang mit den Systemen einfach in der Anwendung und kann erfolgen, wie mit Gips gewohnt. Flüssigkeit vorlegen, Pulver zugeben, aufmischen und Armierungsfasern unter Rühren zufügen. Diese Mischung kann innerhalb komfortabel einstellbarer Topfzeiten pur vergossen, mit Händen oder Pinsel aufgestrichen, gelegt, gespachtelt oder aber aufgespritzt werden. Flächige Armierungsstrukturen sind mit der Hand positionierbar, werden meist mit einem Scheibenroller kompaktiert, eventuell mit einem Werkzeug verziert. Ausgehärtete Stücke werden im Nachhinein gebohrt, lackiert, geschliffen, gefräst und poliert, oder, oder, oder….
Wir wollen noch erwähnen, das die Reinigung der Werkzeuge ausschließlich mit Wasser erfolgt. Ein handelübliches Spülmittel unterstützt die Wirkung, Lösungsmittel sind auch hierfür nicht erforderlich.
Testen Sie selbst. Entdecken Sie die erstaunlichen Möglichkeiten.
Dienstag, 19. Mai 2009 um 11:19 Aktualisiert (Dienstag, 19. Mai 2009 um 11:22)