reagiert bei der Vulkanisation unter erhöhten Temperaturen zu einem zäh-elastisch, ausgesprochen schlagfesten Harz mit sehr guter Temperaturbeständigkeit. Dieses Harz benötigt für eine Aushärtung innerhalb von 8 Stunden eine Temperatur von 65-80 °C. Ein Anheben der Temperatur auf über 80 °C verkürzt die Reaktion um weitere Einheiten.
Zur Anfertigung zerbrechlicher Gegenstände mit spröden, glasähnlichen Eigenschaften ist jedoch eine Aushärtung bei Raumtemperatur erforderlich.
| Physikalische Eigenschaften | PolyOPTIC 1420 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mischverhältnis | 2A : 1B | |||
| Shorehärte | D 85 | |||
| Topfzeit | 15 Min. | |||
| Max. Reaktionstemperatur | 155 °C | |||
| Entformung nach | 8 Std. | |||
| Dichte | 1,05 | |||
| Farbe | wasserklar | |||
| Viskosität | 250 cP | |||
| Schrumpf** | sehr gering | |||
** Schrumpf wird durch Vernetzungstemperatur und AbkĂĽhlung verursacht. Geringe Reaktionstemperaturen minimieren Schrumpf.
Verarbeitung
Die Komponenten der PolyOPTIC Serie sind mit einem langsam drehenden Rührstab wegen ihrer niedrigen Viskosität sehr einfach und schnell zu mischen und ausgesprochen leicht zu entlüften. Gleichwohl ist dem aufgerührten PolyOPTIC speziell für wasserklare Abgüsse ein Eintrag von Luft zu vermeiden. Durch Anlegen von Vakuum sind eventuelle Lufteinträge wieder zu entziehen bzw. durch Überdruck auszutreiben.
Materialstärken von mehr als 15-30 mm führen zu erhöhten Reaktionstemperaturen und im nachfolgenden Reaktionsverlauf zu entsprechend starker Abkühlung auf Umgebungstemperatur mit einer daraus resultierenden Schrumpfneigung.
Der Verzögerer „PolyOPTIC 14R“ dämpft die Temperaturentwicklung und deren –verlauf, das Schwinden wird dadurch deutlich minimiert.
Formenpräparation
PolyOPTIC Harze reproduzieren selbst feinste Details und Muster eines Originals, aber sie kleben oder schäumen, wenn sie auf ungeeignete oder schlecht präparierte Oberflächen gegossen werden.
Ein Vorversuch auf identischem Untergrund ist immer hilfreich, um Beschädigungen am geschätzten Formteil zu vermeiden. Formen aus additionsvernetzendem Silikon benötigen keine Trennmittel und sind für Abformungen mit PolyOPTIC bestens geeignet.
Kondensationsreagierende Silikone müssen, um eine Störung der Vernetzungsreaktion zu vermeiden, bei der Belegung mit PolyOptic absolut frei von Alkoholrückständen und Feuchtigkeit sein.
Latex-, Polyurethan- oder Metallformen benötigen unbedingt ein geeignetes Trennmittel , z. B. PolEase 2450, alle präparierten Oberflächen müssen bei der Belegung mit PolyOptic abgelüftet, frei von Feuchtigkeit und völlig trocken sein.
Für höchste optische Ansprüche an Klarheit und Oberflächenqualität ist eine sorgfältig polierte Formenoberfläche von lohnendem Vorteil.